Ich hatte ja vor Kurzem gebloggt, dass ich mit dem Führerschein angefangen habe. Heute war praktische Prüfung (die Theorie hatte ich vor zwei Wochen schon bestanden), nach deren Bestehen ich nun in Begleitung meiner Eltern Auto fahren darf. Die Übungsstunden mit dem Fahrlehrer, Nacht-, Überland- und Autobahnfahrten haben sich also gelohnt.
Ich wurde am Donnerstagmorgen gegen 9 Uhr in Braunlage (Harz) geprüft, ich war der Dritte von einem Motorradfahrer und zwei weiteren Autofahrern. Zunächst musste ich ein bisschen durch die Stadt fahren, bis ich zu einer Straße kam, die ein Durchfahrtsverbot hatte. Also habe ich auf einem anliegenden Parkplatz gewendet und wurde von dem Prüfer kurz darauf hingewiesen, den Verkehr nicht durch übermäßig langsames Fahren zu behindern. Kein Problem, dachte ich, früher hatte mein Fahrlehrer immer bemängelt, ich würde zu schnell fahren. Dann sind wir aus der Ortschaft rausgefahren auf eine Bundesstraße, um dort einen Parkplatz zum Wenden zu suchen und wieder zurück nach Braunlage zu fahren. In der Stadt wieder angekommen, ging es ins Wohngebiet – Zone 30 wohlbemerkt. Rechts vor Links und ähnliche Späße hatten wir zum Glück ausreichend geübt, sodass die letzte Hürde nur noch das Einparken hinter einem Auto war. Mit einer kleinen Korrektur stand der Wagen aber optimal und ich konnte wieder zurück zum Ausgangspunkt der Prüfung fahren. Zuletzt wollte der Prüfer noch sehen, wie das Fahrzeug zum Parken abgestellt wird, dann hat er mir zur bestandenen Prüfung gratuliert. Erleichterung pur. :)
Wieder zu Hause ging es dann natürlich gleich auf die Straße, zum Glück war mein Vater da. Der entscheidende Unterschied lag aber erst mal im Motor: In der Fahrschule sind wir mit einem Diesel gefahren, jetzt ging es an einen Benziner. Das Anfahren funktionierte aber besser als gedacht und so konnte ich zum ersten Mal ohne Fahrlehrer durch die Stadt fahren. Klasse Gefühl, die aufwändige Fahrausbildung hat sich auf jeden Fall gelohnt.
Bis zum Juni 2011 darf ich nur in Begleitung meiner Eltern fahren. Zurzeit bin ich noch ganz froh darüber, gerade in Großstädten ist man von der komplizierten Verkehrsführung schnell überfordert und hat so immer noch mal jemanden dabei, der einem mit Rat und Tat zur Seite steht. Außerdem wird in dieser Zeit erst mal kein eigenes Auto benötigt, bleibt also noch ein Jahr, dafür eine optimale Lösung zu finden. Alles in allem kann ich das Begleitende Fahren ab 17 aber an jeden 16-Jährigen weiterempfehlen, der einen Führerschein machen möchte.
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