Seit gut 2 Monaten bin ich jetzt mit der Ausbildung zum Führerschein beschäftigt. In zwei Wochen könnte ich die theoretische Prüfung machen und das Fahren klappt auch schon ganz gut. Für die Übungsstunden hat der Fahrlehrer die A-Klasse von Mercedes Benz, der Wagen eignet sich durch seine niedrige PS-Zahl sehr gut zum Fahrenlernen. Vor drei Wochen bin ich mit meinen Eltern mal auf einem Verkehrsübungsplatz gewesen und habe das Auto erst mal mehrmals abgewürgt, da es völlig anders anfährt: Während man den Benz problemlos ohne Gas nur mit der Kupplung anfahren kann, muss der Wagen meiner Eltern mit Gas angefahren werden, sonst geht er aus. War eine Erfahrung für sich uns insgeheim überlegte ich schon, mir später einen gebrauchten Benz anzuschaffen, aber das ist wohl alles nur eine Sache der Übung.
Für die praktische Ausbildung gibt es drei Sonderfahrten, die neben den Übungsstunden absolviert werden müssen: Überlandfahrten, Nachtfahrten und eine Autobahfahrt. Die Überlandfahrten habe ich fertig (quer durch den Harz) und gestern Nacht habe ich dann auch die Nachtfahrt abgeschlossen. Ehrlich gesagt hatte ich mir das Fahren in der Nacht schlimmer vorgestellt, es ging aber eigentlich ganz problemlos und bis auf einen Fuchs und einen Transporter im Gegenverkehr, der kurz auf die andere Fahrbahn kam, gab es keine besonderen Zwischenfälle.
Den Prüfungen stehe ich noch ganz gelassen gegenüber. Die Theorie ist eigentlich nur Auswendiglernen und meistens auch recht logisch, die Praxis werde ich in den kommenden Übungsstunden noch ausbauen, es fährt sich aber auch jetzt schon ganz gut. Ab und zu fahre ich zwar noch schneller als erlaubt, weil ich mich auf andere Dinge wie Seitenabstand, Schalten, Drehzahl, Sicherheitsabstand, Fußganger usw. konzentriere, aber mit der Zeit bekommt man sicher ein gewisses Gefühl dafür.