Das Seminar bestand überwiegend aus dem Auffrischen von Grundlagen, die bei einer Bewerbung zu beachten sind: Eine kreative und dennoch seriöse Bewerbungsmappe, das richtige Telefongespräch zur Praktikumsanfrage und das korrekte Auftreten bei einem Bewerbungsgespräch. Zudem wurde die Situation eines Bewerbungsgesprächs nachgestellt und später analyisiert und um einige Tipps ergänzt.
Was ich vorallem mitgenommen habe: Bei der modernen Bewerbung kommt es auf die Individualität an, Lebenslauf-Vorlagen herunterladen und die eigenen Daten einbearbeiten war gestern. Die Bewerbungsmappe muss positiv auffallen, sonst wird sie bei einem großen Bewerberandrang gleich in den Papierkorb geworfen. Außerdem sollte das Bewerbungsanschreiben nicht mehr, wie noch vor zwanzig Jahren üblich, mit Floskeln wie “Mit sehr großem Interesse habe ich die Stellenanzeige Ihres Unternehmens gelesen” gespickt sein, sondern aus individuellen Fakten bestehen, die sich nicht aus Textbausteinen zusammenstellen lassen.
Ich merke, so langsam wird es ernst. Die Veranstaltungen rund um Job und Karriere nehmen stetig zu und es wird Zeit, sich in eine Berufsrichtung zu orientieren. Dass mein Jahrgang – bedingt durch das Zentralabitur – gleichzeitig mit dem 12. Jahrgang auf den Arbeitsmarkt kommt, macht die Sache nicht unbedingt besser.
Fest steht: Ich möchte die Freelancertätigkeit, die ich zurzeit als Nebenjob neben der Schule ausübe, nicht als richtigen Job weiterführen. Nicht, dass mir das ganze zurzeit nicht gefallen würde, ganz im Gegenteil, ich finde diese Tätigkeit tausend mal sinnvoller, als im Supermarkt Regale einzuräumen oder deren Werbeblätter bei Minustemperaturen in vereiste Briefkästen zu schmeißen. Aber im “richtigen Job” soll es dann doch mal hinaus in die “richtige” Berufswelt gehen.
Für Informatik wird’s mit der Mathenote nicht hinreichen, das wäre mir aber wahrscheinlich so wie so viel zu theoretisch. Trotzdem wäre etwas im Bereich Webentwicklung schön, wenn das ganze noch mit einem (Auslands)Studium vereinbar wäre, wäre es sogar perfekt. Aber bis dahin sind es zum Glück noch knapp zwei Jahre.
Nabend!
Also eine klassische, duale Ausbildung findest du im Bereich Webentwicklung vielleicht als Kaufmann für Marketingkommunikation, Mediengestalter Digital & Print oder auch als Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung. Ist natürlich immer Firmenabhängig, aber vielleicht hast du ja Glück und es gibt eine solche in deiner Region ;)
Und ich weiß nicht wie du momentan in Mathe stehst, aber bei mir hat es mit einer Realschul-Niveau 4 in Mathe gereicht und ich bin seit 1.9. Azubi (Fachinformatiker für Systemintegration) – also einfach mal probieren. Du hast nichts zu verlieren! :)
Eine Alternative zur klassichen dualen Ausbildung wäre eine schulische Ausbildung (muss nicht zwingend privat sein)
Dann wäre da noch das SAE. Infomaterial kannst du dir kostenlos zuschicken lassen. Für mich ist das leider schlichtweg zu teuer, aber dafür klingt das was man da geboten bekommt in meinen Ohren schlichtweg fantastisch.
Viele Grüße
Gerrit :)
Danke für Deine Anregungen, Gerrit. Das SAE klingt sehr interessant, kannte ich bislang noch gar nicht – werde ich auf jeden Fall mal näher ansehen.