29. November 2009

BarCamp Braunschweig ‘09 – Tag 1

An diesem Wochenende findet das BarCamp Braunschweig statt. Da Braunschweig mit 1,5 Stunden Bahnfahrt recht nah liegt, nehme ich an beiden Tagen teil. Die Konferenz findet im Haus der Wissenschaft statt, einer sehr netten sechsstöckigen Location.

Bislang hatte ich noch nicht auf einem richtigen BarCamp teilgenommen – das WordCamp in Jena war eine leichte Abwandlung (vorher geplante Sessions, keine Vorstellungs-Session usw.) und die re:publica eine viel größere, umfangreichere Veranstaltung.
Zu Beginn gab es die BarCamp-typische Vorstellungsrunde, bei der sich jeder mit drei Stichworten beschreibt. Und dann ging es auch schon an die Sessionplanung, zu der jeder etwas beitragen konnte, wenn er wollte. An folgenden Sessions habe ich teilgenommen:

  • Physik für Fotografen von Jens Schauder, der erklärte, wie Spiegelreflexkameras funktionieren und warum Kompaktkameras bei der Qualität nicht mithalten können,
  • System Finetuning für Bessere Produktivarbeit von Marcel More, der am Beispiel eines Macs Tipps und Tricks präsentierte, mit denen man seine eigene Produktivität beim Arbeiten am Computer steigern kann,
  • Xing richtig nutzen von Torsten Maue, der Tipps zur individuellen Gestaltung des XING-Profils gab,
  • Grundlagen SEO, ebenfalls von Torsten Maue, mit dem wichtigsten Basic-Wissen über die Suchmaschinenoptimierung,
  • ModX – Das etwas andere CMS von Marcus Buchwald, der ein CMS vorstellte, das ich bislang noch nicht kannte, mich aber auch nicht von WordPress abbringen konnte
  • und Alles so schön bunt hier – Welchen Kommunikationskanal nutzt man wofür? von Jens Schauder, leider konnte ich den Workshop nicht bis zum Ende verfolgen, da ich um 17:51 Uhr meinen Bus zum Hauptbahnhof erreichen musste.

Alles in allem gehe ich mit vielen positiven Eindrücken und neuem Wissen aus dem ersten BarCamp-Braunschweig-Tag. Loben möchte ich auch das Organisations-Team und die Sponsoren, die unter anderem eine kostenlose Verpflegung inklusive eines warmen Mittagessens bereitstellten. Mehr zum BarCamp Braunschweig gibt es morgen oder übermorgen, dann auch ausführlicher und mit Fotos (heute bin ich einfach zu müde…).

16. November 2009

Bewerbertag

Heute war der sogenannte Bewerbertag an unserer Schule. Das hieß zum einen, dass jeder des 11. Jahrgangs in “bewerbungstypischer” Kleidung erschien, sprich, in Sakko und Krawatte, zum anderen handelte es sich aber um ein aufschlussreiches Seminar der UP Consulting GmbH, einer Unternehmens- und Personalberatung.

Das Seminar bestand überwiegend aus dem Auffrischen von Grundlagen, die bei einer Bewerbung zu beachten sind: Eine kreative und dennoch seriöse Bewerbungsmappe, das richtige Telefongespräch zur Praktikumsanfrage und das korrekte Auftreten bei einem Bewerbungsgespräch. Zudem wurde die Situation eines Bewerbungsgesprächs nachgestellt und später analyisiert und um einige Tipps ergänzt.

Was ich vorallem mitgenommen habe: Bei der modernen Bewerbung kommt es auf die Individualität an, Lebenslauf-Vorlagen herunterladen und die eigenen Daten einbearbeiten war gestern. Die Bewerbungsmappe muss positiv auffallen, sonst wird sie bei einem großen Bewerberandrang gleich in den Papierkorb geworfen. Außerdem sollte das Bewerbungsanschreiben nicht mehr, wie noch vor zwanzig Jahren üblich, mit Floskeln wie “Mit sehr großem Interesse habe ich die Stellenanzeige Ihres Unternehmens gelesen” gespickt sein, sondern aus individuellen Fakten bestehen, die sich nicht aus Textbausteinen zusammenstellen lassen.

Ich merke, so langsam wird es ernst. Die Veranstaltungen rund um Job und Karriere nehmen stetig zu und es wird Zeit, sich in eine Berufsrichtung zu orientieren. Dass mein Jahrgang – bedingt durch das Zentralabitur – gleichzeitig mit dem 12. Jahrgang auf den Arbeitsmarkt kommt, macht die Sache nicht unbedingt besser.
Fest steht: Ich möchte die Freelancertätigkeit, die ich zurzeit als Nebenjob neben der Schule ausübe, nicht als richtigen Job weiterführen. Nicht, dass mir das ganze zurzeit nicht gefallen würde, ganz im Gegenteil, ich finde diese Tätigkeit tausend mal sinnvoller, als im Supermarkt Regale einzuräumen oder deren Werbeblätter bei Minustemperaturen in vereiste Briefkästen zu schmeißen. Aber im “richtigen Job” soll es dann doch mal hinaus in die “richtige” Berufswelt gehen.
Für Informatik wird’s mit der Mathenote nicht hinreichen, das wäre mir aber wahrscheinlich so wie so viel zu theoretisch. Trotzdem wäre etwas im Bereich Webentwicklung schön, wenn das ganze noch mit einem (Auslands)Studium vereinbar wäre, wäre es sogar perfekt. Aber bis dahin sind es zum Glück noch knapp zwei Jahre.

9. November 2009

9. November – 20 Jahre Mauerfall

Der 9. November ist ein Datum, das gerade in Deutschland sowohl positiv, als auch negativ belastet ist. Positiv sicher durch den Fall der Berliner Mauer, dem wir nun den 20. Jahrestag zurechen dürfen, negativ aber, wie der Blog haGalil erinnert, durch die Novemberpogrome 1938, die den Tod von etwa 400 Menschen zur Folge hatten.

Freuen können sich zum Beispiel die Menschen aus Rüterberg in Mecklenburg-Vorpommern, ein Dorf, von dem ich gestern Abend im Fernsehen erfahren habe. Man war 22 Jahre lang isoliert – sowohl vom Westen, als auch vom Osten. In letzteren durfte man nur zu bestimmten Zeiten mit einem Passierschein fahren.
Es ist nur ein Beispiel von sicher tausenden, die begründen, warum die DDR als Staat auf Dauer nicht überlebensfähig war. Gerade durch meinen Wohnort, der zwar noch in Niedersachsen, allerdings an der Grenze zu Thüringen liegt, werde ich sehr häufig noch mit den Überbleibseln des Sozialismus konfrontiert: Noch heute, 20 Jahre nach dem Mauerfall, sind die infrastrukturellen Unterschiede klar ersichtlich. Man muss nur zwei Dörfer weiter fahren und fährt tatsächlich noch auf Pflasterstraßen, sieht längst geschlossene Landwirtschaftsbetriebe und kommt vorbei an baufälligen Häusern und leerstehenden Grenztürmen.

Alles in allem darf man den Fall der Berliner Mauer also durchaus feiern, da er Grundstein für ein besseres Leben vieler Million Menschen darstellt. Gleichzeitig darf man bei all dem Optimismus nicht vergessen, wie oben schon erwähnt, dass der 9. November gleichzeitig Tag der Reichspropromnacht war und daher nicht in zu positiver Erinnerung behalten werden sollte. Aber ich denke, bei einem “runden Geburtstag” darf man ruhig mal Abstriche machen und heute den Tag ganz besonders dem Mauerfall widmen. Also auf viele weitere Jahre der deutschen Einheit!

7. November 2009

iPhone-Version für »Die Siedler«

»Die Siedler« ist neben der Anno-Reihe eines der erfolgreichsten Strategiespiele. Umso mehr dürften sich alle Fans über die nun erschienene iPhone-Version gefreut haben. Ähnlich wie bei der Umsetzung des Computerspiels »Need for Speed« fehlt es auch der Touch-Version von »Die Siedler« nicht an Detailtreue. Daher ist besonders die Grafik zu erwähnen, die der fünften PC-Version des Spiels in nichts nachsteht.

Das Gameplay ist denkbar einfach gestaltet, der Touchscreen wird besonders gut integriert. Truppen können beispielsweise auf die selbe Art und Weise ausgewählt werden, wie man auch einen Text markiert – mit zwei Fingern wird einfach ein Kasten auseinander gezogen. Die Menüs passen von der Größe zum Display des iPhones und lassen sich nach ein, zwei Versuchen sehr intuitiv bedienen.

iPhone - Die Siedler

iPhone - Die Siedler

iPhone - Die Siedler

iPhone - Die Siedler

So stelle ich mir Spiele für das iPhone vor. Kleine Spiele für zwischendurch wie Flight-Control sind zwar auch schön, für eine längere Bahnfahrt oder dergleichen dürfen es aber ruhig Spiele sein, die die Grafikressourcen des iPhone voll ausnutzen.
Schön wäre zum Beispiel eine Umsetzung der GTA-Reihe. Hier müsste man sich nur Gedanken darüber machen, wie man schnellere Spielszenen – etwa Schießereien – sinnvoll auf dem Touchscreen umsetzt. Aber da dürfte es doch eine Lösung geben?

»Die Siedler« kann für günstige 3,99 Euro im App-Store heruntergeladen werden, eine ausführliche Rezension gibt es im touch this Blog.

3. November 2009

Stromberg geht in die vierte Staffel

Falls jemand noch nicht der Fernsehwerbung für Finsdorf gefolgt ist: Ab dem morgigen Dienstag wird die vierte Staffel von “Stromberg” ausgestrahlt.
Wie der offizielle Trailer zeigt, wird es einige Veränderungen geben: Neben dem Tod Erikas, die zum Ende der dritten Straffen gestorben ist, wird Stromberg in ein Versicherungsbüro auf dem Land versetzt – was ihm natürlich misshagt.
Wer die ersten Staffeln noch nicht kennt, sollte sie unbedingt nachholen – die drei Staffeln gibt es bereits für 21,95 Euro auf DVD bei Amazon. Ab Freitag gibt es sogar schon die vierte Staffel auf DVD.

Stromberg ist einfach eine andere Art von Humor, die sich gerade durch den grotesken Hauptdarsteller von anderen Comedy-Formaten in positiver Weise unterscheidet. Inhalte, wie man sie aus dem echten Leben kennt, Charaktere, die einem täglich über den Weg laufen. Einige Sprüche Strombergs hat Marcus Düsi in seinem Blog zusammengestellt. Daher meine vollste Empfehlung für den morgigen TV-Abend!

Ausstrahlung: Immer dienstags ab 22:15 Uhr auf Pro7, in den ersten zwei Wochen wird jeweilis eine Doppenfolge ausgestrahlt.