In der vergangenen Woche war ich in den Süden verreist (seperater Blogbeitrag wird folgen) und habe unter anderem auch die Stadt München besucht. Am Marienplatz habe ich ein kleines Kamerateam beobachten können, das gerade dabei war, Material für eine dieser Sendungen zu drehen, die nachmittags bei RTL & Co ausgestrahlt werden – “Mitten im Leben”, “U 21″ etc.



Sehr interessant ist, wie viel beim Dreh der einzelnen Szenen manipuliert wird. Beispielsweise wurde eine Szene, bei dem ein Mädchen einen Jungen begrüßt (ihr Freund?), insgesamt 10 mal gedreht, bis der Regisseur mit dem Ergebnis zufrieden war. Des weiteren wurden an umstehende Jugendliche Zigaretten verteilt (die natürlich augenscheinlich weder 16, noch 18 waren), die diese beim Tippen in ihre Handys rauchen, oder zumindest halten sollten. Bierflaschen wurden im Hintergrund aufgestellt, Anweisungen für Sprache, Mimik und Gestig gegeben und die einzelnen Darsteller immer wieder mit Anweisungen und Manipulationen in das ‘Jugendlichen’-Klischee getrieben. So viel also zur Realitätsnähe der Reality-Soaps.