27. October 2009

Sammlung digitaler Klaviernoten

Ich möchte hier kurz auf ein neues Kleinprojekt hinweisen, eine Sammlung digitaler Klaviernoten. Mit ca. 30 Liedern im Index ist die Datenbank zwar noch nicht sehr umfangreich, die Seite wächst aber täglich und wer selber ein Arrangement geschrieben hat und dieses anderen Usern zur Verfügung stellen möchte, kann dieses gerne an submit@klaviernoten-download.de übermitteln.

Es werden vorwiegend moderne Songs gesammelt, die sich im Internet großer Beliebtheit schätzen – so zum Beispiel Comptine d’un autre été aus dem Spielfilm Die fabelhafte Welt der Amélie der das Titanic-Theme My Heart Will Go On.
Neben Links zu kostenfreien Eigenarrangements wird – wenn nicht anders möglich – auf die kostenpflichtigen Orginalnoten zum digitalen Download verwiesen.

19. October 2009

Alpen – von der Zugspitze bis nach München

Die Alpen sind schon toll. Vor zwei Wochen war ich für 8 Tage nach Garmisch-Partenkirchen verreist, um ein bisschen Bergluft zu schnuppern. Und natürlich zum Bergsteigen – und das kann man dort ganz hervorragend. Auch das Wetter spielte glücklicherweise mit, sodass der ein oder andere Gipfel erklommen werden konnte. Zwei Regentage wurden mit einem Besuch in München überbrückt.

Wenn man aus dem Harz kommt, dessen höchster Berg mit 1.141 Metern doch ziemlich alt gegen die Gipfel der Alpen aussieht, imponiert einem schon bei der Anfahrt in die Alpen das tolle Panorama. Man kommt sich praktisch vor wie in der Werbung des beliebten Herstellers für Outdoor-Ausrüstung und Funktionsbekleidung. Aber das ist ein anderes Thema. ;-)
Nein, die Alpen sind mit ihrer Größe schon etwas ganz besonderes. Ob Almwiesen, Geröllhalden, Gradwanderwege oder Pässe mit Blick in 3000-Meter Tiefe, die Landschaft hat mir wirklich zugesagt und eine Reise dorthin kann ich nur an jeden weiterempfehlen.

Seebensee
Seebensee, beim Abstieg von der Coburger Hütte

Was bei so einem Alpenausflug beim ersten mal natürlich nicht fehlen darf, ist die Zugspitze. Endlich mal über Deutschland stehen. Wetterbedingt sind wir zwar bis zum SonnAlpin mit der Zugspitzbahn gefahren und haben dann nur den interessanten, etwa 45-minütigen Aufstieg gewählt, das hat aber gereicht, um sich ein Bild von der Zugspitze und der Umgebung zu machen. Ein wahnsinnig vermarktetes Gebiet, wo gerade wieder irgendetwas neues gebaut wurde; typisch von Touristen überlaufen – auf der einen Seite verständlich, auf der anderen Seite schade, dass die gesamte Landschaft rund um den Gipfel mehr oder weniger zugebaut ist / wird.

Zugspitze
Zugspitzplatt

Bergkette Zugspitze
Blick vom SonnAlin: Triste Bergketten

Alpen
Gipfel – der höchste Punkt Deutschlands

Wie oben schon angedeutet, war ich außerdem zwei mal in München. Am ersten Tag mit einer klassischen Stadtführung, die unter anderem auf den Viktualienmarkt führte, am zweiten Tag mit einer Besichtigung des Deutschen Museums und der Neuen Pinakothek.

Neues Rathaus München
Neues Rathaus in München

Viktualienmarkt
Obstauswahl auf dem Viktualienmarkt

München als Stadt hat mir sehr gut gefallen, besonders das Stadtzentrum ist sehr schön. Einen Abstecher in den Apple-Store habe ich natürlich auch gemacht, um mir mal den iMac anzusehen, auf den ich momentan spare. Werde ich wohl auch weiterhin tun, hat mir nämlich sehr gut gefallen. ;)

Wie immer gibt es einige weitere Fotos drüben bei Flickr.

15. October 2009

Zensursula läuft vor die gelbe Wand

Das Topthema des letzten halben Jahres in der deutschen Blogosphäre: Die Sperrung von Websites mit kinderpornografischen Inhalten. Eine menge wütender Blogger, die Piratenpartei voll in ihrem Element und nun ein erster Erfolg: Die FDP hat bei den Koalitionsverhandlungen die Internetsperren vorerst gestoppt.

Endlich mal etwas positives von der FDP, vielleicht das einzig positive an der Koalition aus CDU und FDP: In Sachen innere Sicherheit gibt die FDP einen bürgerrechtsnahen Ton an und verhindert somit Dinge wie den Aufbau einer Zensurinfrastruktur oder die Ausweitung der Online-Durchsuchungen – zumindest für ein Jahr.

Vielleicht ist das der Beginn einer Politik, die neue Medien als etwas Neues akzeptiert und sie nicht mit alten Gesetzen regulieren will. Auf jeden Fall ist es aber ein Beweis dafür, dass sich Widerstand gegen Gesetzesvorschläge innerhalb einer Demokratie noch lohnen. Somit kann man Franziska Heine nur recht geben, wenn sie sagt:

Ihr könnt verdammt noch mal stolz auf euch sein! Nicht die FDP – aber ihr alle die ihr gegen das Gesetz gekämpft habt!

Es zeigt, dass Bewegungen wie die Piratenpartei nicht unbedingt im Bundestag sitzen müssen, um Einfluss auf die Politik zu nehmen. Es gibt Mut, auch in Zukunft zu demonstrieren, wenn Politiker mit ihren Gesetzen Bürgerrechte einschränken.

14. October 2009

Mit dem iPhone Postkarten versenden – PokaMax

Durch den Podcast Mein iPhone und ich von Philipp Riederle bin ich auf die iPhone App PokaMax aufmerksam geworden, über die direkt vom iPhone gedruckte Ansichtskarten per Briefpost verschickt werden können. Der Urlaub war der ideale Zeitpunkt, um sie mal zu testen – also habe ich gleich mal ein paar Karten verschickt.

PokaMaxPokaMax ist zwar nicht im typischen iPhone-Design gestaltet, lässt sich aber trotzdem intuitiv bedienen. Das Menü ist in drei Schritte unterteilt: Zunächst kann der Nutzer ein Foto wählen, das als Bild auf der Postkarte erscheinen soll. Im zweiten Schritt kann er den Text sowie die Anschrift des Empfängers eingeben, im dritten Schritt wird die Postkarte versendet, nachdem ein Gutscheincode von PokaMax eingegeben wurde. Eine Postkarte kostet 1,90 EUR, die Gutscheincodes können direkt übers iPhone erworben und per Bankeinzug bezahlt werden.

Die gedrucke Postkarte
Da ich eine Postkarte an meinen Großvater geschickt habe, der gleich in der Nähe wohnt, konnte ich mir die gedruckte Karte ansehen – und war positiv überrascht. Die Qualität des Fotos ist zwar nicht mit der eines professionellen Fotos zu vergleichen, kommt von Farb- und Schärfetiefe aber bestimmt auf 80% an richtige Postkarten heran. Die Schriftart ist etwas lockerer gewählt und ähnelt Schreibschrift, bleibt aber trotzdem gut lesbar. Selbst bei der Briefmarke wurde keine Standart-Briefmarke der Post gewählt, sondern ein schönes Motiv. Alles in allem also ein Service, für den man gerne 1,90 EUR aufbringt – schließlich handelt es sich um Unikate.

PokaMax kann kostenlos im Appstore heruntergeladen werden, alternativ steht auch die Website des Angebots zur Verfügung.

12. October 2009

Wie viel Realität in Reality-Soaps steckt

In der vergangenen Woche war ich in den Süden verreist (seperater Blogbeitrag wird folgen) und habe unter anderem auch die Stadt München besucht. Am Marienplatz habe ich ein kleines Kamerateam beobachten können, das gerade dabei war, Material für eine dieser Sendungen zu drehen, die nachmittags bei RTL & Co ausgestrahlt werden – “Mitten im Leben”, “U 21″ etc.

Kamerateam

Kamerateam

Kamerateam

Sehr interessant ist, wie viel beim Dreh der einzelnen Szenen manipuliert wird. Beispielsweise wurde eine Szene, bei dem ein Mädchen einen Jungen begrüßt (ihr Freund?), insgesamt 10 mal gedreht, bis der Regisseur mit dem Ergebnis zufrieden war. Des weiteren wurden an umstehende Jugendliche Zigaretten verteilt (die natürlich augenscheinlich weder 16, noch 18 waren), die diese beim Tippen in ihre Handys rauchen, oder zumindest halten sollten. Bierflaschen wurden im Hintergrund aufgestellt, Anweisungen für Sprache, Mimik und Gestig gegeben und die einzelnen Darsteller immer wieder mit Anweisungen und Manipulationen in das ‘Jugendlichen’-Klischee getrieben. So viel also zur Realitätsnähe der Reality-Soaps.

3. October 2009

WP µ: Domain Mapping mit WWW Domains

Mit dem Plugin WordPress MU Domain Mapping ist es möglich, verschiedenen Blogs einer WordPres µ Installation eigene Top-Level-Domains zu geben. Das Plugin hat nur einen Nachteil: Standartmäßig unterstützt es keine Subdomains, was besonders beim Wegfallen des WWW bei einigen Webmastern für Ärger sorgt. Mit folgenden Änderungen am Plugin können Sie auch www-Domains anbieten.

Zurzeit bin ich damit beschäftigt, all meine WordPress-Installationen zu einer WordPress µ Installation zu fusionieren. Zunächst klappt das auch ganz gut, nur die Übernahme von Top-Level-Domains ist nicht ganz so einfach. Einzelnen Blogs einzelne Domains zuzuordnen ist zwar mit dem (o.g.) Domain Mapping Plugin problemlos möglich, allerings können keine Adressen mit dem Subdomain-Zusatz WWW eingerichtet werden. Also habe ich mich auf die Suche nach einer Lösung gemacht, die ich letztendlich im englischsprachigen Support gefunden habe.

Der Benutzer ‘cvladan’ stellt eine Lösung vor, bei der er kleine Änderungen an den Dateien des Plugins vornimmt:

Die domain_mapping.php ändert er in Zeile 55 von

$wpdb->escape( preg_replace( "/^www\./", "", $_POST[ 'domain' ] ) );

in:

$wpdb->escape( $_POST[ 'domain' ] );

außerdem für die Anpassung im Backend in Zeile 112 von:

echo "http://www.<input type='text' name='domain' value='' />/";

in:

echo "http://<input type='text' name='domain' value='' />/";

Des weiteren nimmt er eine Änderung in der sunrise.php vor:

$wpdb->escape( preg_replace( "/^www\./", "", $_SERVER[ 'HTTP_HOST' ] ) );

wird in Zeile 10 geändert in:

$wpdb->escape( $_SERVER[ 'HTTP_HOST' ] );

Nun besteht die Möglichkeit, im Administrationsmenü des Plugins (Werkzeuge -> Domain Mapping) auch Subdomains hinzuzufügen.
Um die Domain also mit www anzeigen zu lassen, muss die evt. schon vorhandene Einstellung der Domain ohne www gelöscht werden und die Domain mit www hinzugefügt werden.

SEO-Optimierung vornehmen

Auf die erste Freude, dass der Blog nun mit WWW aufgerufen werden kann, folgt jedoch schnell wiede eine Ernüchterung, denn nun steht ein neues Problem im Raum: Wie gehe ich mit Seitenaufrufen um, die ohne das WWW getätigt werden. Etwa von alten Verweisen von anderen Websites oder allgemein wenn jemand den Artikel ohne WWW aufruft? Die Domain ohne WWW einfach direkt auf die mit WWW umzuleiten ist nicht suchmaschinenfreundlich, da es dann nicht zu einer 301-Weiterleitung kommt. Also habe ich mir folgende Lösung überlegt:

Legen Sie unter dem Hauptverzeichnis Ihrer WordPress-Installation einfach einen Ordner namens 301 an (also auf der selben Ebene mit wp-content, wp-admin usw.). Dort speichern Sie eine index.php mit folgendem Inhalt ab:

<?php
$domain = $_SERVER["SERVER_NAME"];
$pfad = $_SERVER['REQUEST_URI'];
Header("HTTP/1.1 301 Moved Permanently");
Header("Location: http://www.$domain$pfad");
exit();
?>

Als nächstes verlinken Sie die Domain ohne WWW auf dieses Verzeichnis. Die Domain wird die index.php aufrufen und alle Anfragen suchmaschinenfreundlich per 301-Redirect auf die Adresse mit WWW umleiten.
Dies können Sie bei allen Domains ohne WWW machen, deren Blogs auch mit WWW aufrufbar sein sollen, denn die Datei liest automatisch aus, welche Domain gerade aufgerufen wurde.

Also …
www.example.com verweist auf das Hauptverzeichnis der WPMU-Installation,
example.com verweist auf den Ordner 301 unter dem Verzeichnis der WPMU-Installation