Ich hatte, wie ja schon ab und zu getwittert und auch getwittloggt, in der Zeit vom 1. bis zum 7. Juli die Möglichkeit, einen Freund in Österreich (Burgenland) zu besuchen – und habe sie natürlich auch wahrgenommen. Das besondere an der Sache: Es handelt sich um eine reine Internetbekanntschaft. Sozusagen ein übers Internet organisierter, einseitiger Schüleraustausch nach Österreich. Und wenn ich bislang im Internet keinen Sinn gesehen hätte, so wäre er mir nun offenbart worden – das WWW bringt Menschen und Kulturen zusammen, die sich ohne die weltweite Vernetzung wohl kaum kennengelernt hätten.
Am 1. Juli ging es also um 14:40 mit einem Airbus A320 der Fluggesellschaft Airberlin von Hannover-Langenhagen nach Wien-Swechat. Es war mein erster Flug nach ca. 10 Jahren, das letzte mal war ich mit 6 nach Fuerteventura geflogen. Zu Airberlin kann ich wirklich nichts negatives sagen, der Service stimmt, der Passagier fühlt sich sicher und der Preis ist so wie so fast unschlagbar.
Mein erstes Erlebnis auf der Reise (nach dem Kennenlernen) war die Stadt Eisenstadt, in der Joseph Haydn seine Zeit als Kapellmeister verbrachte. Man feierte gerade das Haydnjahr zu Ehren des 200. Todestages des Musikers. Ein nettes kleines Städchen, sicher einen Besuch wert.

Schloss Esterházy in Eisenstadt
Was auf einer Reise nach Österreich natürlich nicht fehlen darf, ist der Besuch von Wien. Insgesamt habe ich die Stadt, wenn man An- und Abreise am Flughafen außen vorlässt, zwei mal besucht. Leider hatte ich bei meinem ersten Besuch keinen gedruckten Reiseführer dabei (und das iPhone hätte hohe Roaming-Gebühren verursacht), sodass ich größtenteils instinktiv mit der U-Bahn durch die Stadt gefahren bin. Beim zweiten Besuch wurde ich vom Gastgeber begleitet, danach ging es weiter zum Neusiedler See.

Ich vor dem Schloss Schönbrunn
Außerdem konnte ich ein bisschen von Ungarn sehen. Der Ort Nikitsch im Burgenland, in dem ich die Reise verbrachte, ist nur wenige Kilometer von der Grenze zu Ungarn entfernt. Unteschiede, bedingt durch ehemaligen Ost- und Westblock, sind bis heute festzustellen.

Altes Zollhaus im Niemandsland zwischen Österreich und Ungarn
Alles in allem hat sich diese Reise wie erwartet gelohnt. Ich konnte ein bisschen in die Kultur und Geschichte der Burgenland-Kroaten eintauchen, neue Menschen kennenlernen und den Horizont der Welt, die ich schon gesehen habe, erweitern.
Auch mit diesem Blogpost möchte ich der Familie Mikacs für die freundliche Aufnahme in Nikitsch nochmals meinen Dank aussprechen. :)



