30. June 2009

Meine Eindrücke zum iPhone 3GS

Es wurde ja auch mal Zeit: Nach nun mehr als vier Jahren habe ich mich von meinem alten Handy, einem Siemens C60, getrennt und bin auf das neue iPhone 3GS umgestiegen, das seit dem 19. Juni in Deutschland und einigen weiteren Ländern verfügbar ist.

Der erste Eindruck nach dem Auspacken war schon mal sehr positiv. Die Inbetriebnahme ging recht schnell und alle Funktionen, die nicht vom Mobilfunknetz abhängig waren, konnten gleich genutzt werden. Kurze Zeit später, nach ca. zwei Stunden, wurde das Gerät dann auch freigeschaltet, die neue Rufnummer übermittelt und alles konnte tadellos genutzt werden.
Natürlich habe ich erst mal alle Funktionen ausprobiert. Theoretisch könnte ich jetzt meine Uhr, den alten Kompass, meinen Wecker, meinen iPod shuffle, meinen Internetzugang, die Fernsehzeitschrift sowie diverse Computerspiele wegwerfen, schließlich ist im iPhone all das und vieles mehr zusammengefasst. Und genau das ist es, was ich jetzt schon an dem Gerät liebe: Man schleppt nicht mehr zwanzig Geräte mit sich rum, sondern hat alles in einem. Und zusätzlich noch überall unbegrenzt Zugang zum Internet – eine Bereicherung des digitalen Lebens.

Auch die von Apple hochgelobte Geschwindigkeit kann ich nur bestätigen. Ich habe mir beispielsweise vor einigen Tagen die iPhone-Version von “Need for Speed” gekauft – das Spiel läd schneller als jegliche Computerspiele, die ich besitze. Und Spaß macht es natürlich auch. ;)
Die häufig kritisierte Akkuleistung des Geräts befindet sich meiner Meinung nach durchaus im erträglichen. Bei normaler Nutzung kann das iPhone einen Tag lang vollständig genutzt werden, abends lade ich es dann wieder auf. Wer nicht gerade mit dem Zelt in den Alpen unterwegs ist, dürfte nachts bestimmt eine Steckdose finden. Außerdem gibt es ja auch externe Zusatzakkus.

Vielleicht ist die Bezeichnung “iPhone” etwas unpassend. Bei mir zumindest, denn zum Telefonieren habe ich es bislang eher selten genutzt. Viel eher nutze ich das mobile Internet, das Kartensystem, den iPod und diverse Applikationen, die einem den Alltag häufig vereinfachen. Jetzt, wo ich erst mal in den Genuss des mobilen und uneingeschränkten Internets gekommen bin, möchte ich es nicht mehr missen. Der Kauf es neuen iPhones hat sich 100% gelohnt.

Und mit dazu habe ich, wie der aufmerksame Twitter-Follower vielleicht schon festgestellt haben mag, unter meiner alten Domain mr93.de einen neuen kleinen privaten Blog ins Leben gerufen, in dem ich unterwegs ab und zu vom iPhone aus blogge.

16. June 2009

Die #Zensursula-Debatte steuert in die falsche Richtung

Da geht derzeit soviel Ärgernis und Kränkung darüber, dass der Protest der Blogosphäre gegen die Sperrung kinderpornografischen Seiten mehr oder weniger ignoriert wurde, durch die deutsche Blogger-Szene, dass einige mittlerweile den Sinn der Proteste ganz und gar vergessen zu haben scheinen. War es anfangs noch das Ziel, “Strafverfolgung statt Sperrung” zu erreichen, begeben sich Blogger wie Peter Kröner (Entwickler) und Jens Grochtdreis (Initiator) nun mit dem Plugin “Zensiert zurück” auf das selbe Diskussionsniveau der Bundesregierung. Das Plugin sperrt die IP-Adressen von Parteien, Fraktionen und Ministerien von der eigenen Website und zeigt stattdessen das typische “Zensursula”-Logo.

Die gesamte Diskussion um die Sperrung kinderpornografischer Inhalte hat sich mittlerweile leider zu einem Kompetenzgerangel zwischen digitalen Freiheitskämpfern und Bundesregierung entwickelt. Ich selbst sehe zwar die Einigung der Großen Koalition ebenfalls nur als geringfügige Verbesserung und hatte mir in der Hinsicht von der SPD mehr Willensstärke erhofft, zur Zeit artet die Diskussion aber zu einer reinen Kompetenzfrage aus. Mit solchen Aktionen wird das Licht leider komplett vom Diskussionsgegenstand – dem Wohlergehen potenziell gefährdeter Kinder und der Strafverfolgung von Tätern – gelenkt, stattdessen erscheint zunehmened der Eindruck, die Blogosphäre sei einfach gekränkt darüber, dass ihre Stimme nicht auf die Art und Weise anerkannt wird, wie sie sich das gewünscht hatte. Hiermit sei keinesfalls gesagt, dass der Kampf gegen die sinnlosen Sperrmaßnahmen weiter geführt werden muss. Aber zur Zeit findet in Deutschland keine Zensur von politisch motivierten Seiten statt und es gibt auch keine Anzeichen dafür, dass dies in Zukunft geschehen wird. Somit sollte man gemeinsam (Blogosphäre und Bundesregierung) gegen Kinderpornografie kämpfen, statt sich gegenseitig auf eine dermaßen kindische Art und Weise zu bekriegen.

Das Thema hat sich ohnehin zu einem der Hauptthemen in deutschen Blogs entwickelt. Menschen, die sich vorher nie für Politik interessiert hatten, können nun dem Ideal des Bloggers nachkommen und sich gegen “Zensur” aussprechen. Andere Themen, die von weit höherer Bedeutung sind und größeren Schaden anrichten, werden links liegen gelassen – schließlich muss zuerst die Ehre der Blogosphäre wieder hergestellt werden. Das ganze steuert in die falsche Richtung. Irgendwie schade, argumentierte man anfangs doch damit, dass es der Politik gar nicht um das Wohl der Kinder ginge.

15. June 2009

Koordinaten eines Markers über die Google Maps API in PHP auslesen

Häufig wird die Google Maps API dazu verwendet, um den Benutzer einen Standort auswählen zu lassen, der dann gespeichert werden soll. Da JavaScript Daten nicht sicher bzw. nicht langzeitig speichern kann, muss der ausgewählte Punkt auf der Karte in eine Datenbank gespeichert werden – was mit PHP am einfachsten möglich ist.
Folgend wird erklärt, wie mit Hilfe der Google Maps API ein Programm erstellt werden kann, bei dem der Benutzer über einen sogenannten Marker einen Punkt auf der Karte auswählen kann, der daraufhin per Klick an ein PHP-Programm übermittelt wird. Sie benötigen die Dateien karte.html für die Karte und maps.php zum Auswerten der Benutzereingabe.

Zunächst wird also eine Karte benötigt, die über die Google Maps API generiert werden muss. Hierzu wird ein API-Key benötigt, der hier kostenlos registriert werden kann.
Nachfolgend sehen Sie ein Beispiel für das Grundgerüst der karte.html, das zunächst erstellt werden sollte. Es wird eine auf Deutschland fokussierte Karte angezeigt, die der Benutzer mit den Werkzeugen “Zoom” und “Richtung steuern kann. Vergessen Sie nicht, ‘IHR_API_KEY_HIER’ mit Ihrem API-Key zu ersetzen.

// Überprüfen, ob der Browser des Benutzers mit der Google-Maps API kompatibel ist if (GBrowserIsCompatible()) { // Dem Div-Container mit der ID 'map' die Karte zuweisen var map = new GMap2(document.getElementById("map")); //Der Karte Kontrollelemente (Zoom + Richtung) zuweisen map.addControl(new GLargeMapControl()); map.addControl(new GMapTypeControl()); //Die Karte auf Deutschland ausrichten; erst werden die Koordinaten festgelegt, dann der Zoomfaktor von 5 var center = new GLatLng(50.95, 10.28); map.setCenter(center, 5); } else { alert("Leider ist Ihr Browser mit der Google-Maps API nicht kompatibel!"); }

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11. June 2009

Die Laternen Venedigs

Venedig

Dieses Foto entstand am frühen Morgen des Abreisetags meiner Venedigreise. Es zeigt die Promenade des Canal Grandes, die tagsüber von Touristenscharen nur so überrannt wird. Links von meinem Standpunkt gelangt man auf den Markusplatz.

Der Effekt des schwarz-weißen kommt hier im Blog durch das Design vielleicht nicht so gut heraus, daher einfach mal einzeln ansehen.

Weitere Fotos von der Reise gibt es hier.

2. June 2009

Venedig

Venedig ist eine der Städte, die man in seinem Leben einmal (oder auch mehrmals) besucht haben sollte. Über Himmelfahrt bin ich für drei Tage in die Lagunenstadt nach Italien verreist; drei Tage, um eine der bekanntesten Städte Europas kennen zu lernen.
Da die Idee dieser Reise erst recht spät kam, Direktflüge von Hannover nicht mehr verfügbar waren und die Bahn einen akzeptablen Preis anbot, ging es also mit dem Zug nach Venedig. Bis Göttingen mit der Bummelbahn (resp. der Regional-Bahn), dann mit dem ICE bis München und in einem Schlaflagen über Villach nach Venedig.

San Marco : Venedig

Morgens um halb Neun war die Ankunft in Venedig. Vom Bahnhof aus ging es mit dem Vaporetto, die in Venedig als öffentliche Verkehrsmittel auf dem Canal Grande und einigen anderen Wassergassen verkehren, in den Stadtteil „San Marco“, in dem unser Hotel in der Nähe des Markusplatzes angesiedelt war.
Der Markusplatz ist der größte Platz in Venedig und zugleich Ausgangspunkt für die Besichtigung vieler weiterer Sehenswürdigkeiten: den Dogenpalast, die Basilika St. Markus und den Campanile. Abends kann der Besucher die herrliche Atmosphäre des Markusplatzes im Café Florian genießen, die Preise sind allerdings „venezianisch“.

Venedig

Ein weiterer, unbedingt sehenswerter Stadtteil, ist San Polo. San Polo beherbergt nicht nur die weltbekannte Rialtobrücke, sondern auch einen herrlichen Markt, der neben frischem Obst eine große Auswahl von Meerestieren anbietet.

Fischmarkt, Rialto - Venedig

Alles in allem hat sich die Reise nach Venedig gelohnt. Ob der Canal Grande, die Rialtobrücke oder der Markusplatz: Venedig hat zurecht mehrere tausend Touristen täglich. Wer in Venedig übernachtet, sollte unbedingt morgens früh aufstehen – wenn die Tagesgäste noch nicht da sind, lassen sich tolle Fotos vom Markusplatz, dem Fluss der der Rialtobrücke schießen. Gleiches gilt für späte Nachtstunden.

Weitere Fotos von der Reise gibt es im Fotoalblum bei Flickr.