7. February 2012

Operation Walküre – Das Stauffenberg Attentat

Seit circa zwei Wochen läuft nun der Spielfilm “Operation Walküre – Das Stauffenberg Attentat” in den Kinos. Mit Tom Cruise in der Hauptrolle soll der Film vor allem amerikanischen Zuschauern das Attentat vom 20. Juli 1944 verdeutlichen, näher jedoch, dass es innerhalb des Deutschen Reichs auch Widerstand gegen den Nationalsozialismus gab. Vielleicht nicht das beste Beispiel; Stauffenberg war wahrscheinlich kein Antifachist und hätte Deutschland wahrscheinlich auch nicht zur Demokratie geleitet, jedoch war er einer der wenigen, die überhaupt etwas gegen die Verbrechen im dritten Reich unternommen hat.

Der Film beschränkt sich auf das Wesentliche: Am Anfang werden dem Zuschauer die Unstimmigkeiten in Bezug auf die SS-Kriegsführung innerhalb der Wehrmacht verdeutlicht, dann kommt es zum Tieffligerangriff in Nordafrika, bei dem Stauffenberg seine rechte Hand und das linke Auge verliert. Im weiteren Verlauf übernimmt Stauffenberg die Oberhand bei der Planung eines Hitler-Attentats, das er letztendlich auch ausführt. Ohne zu wissen, dass es misslang, setzt er seinen Umsturzplan mit der Operation Walküre um. Der Sturz der SS-Regierung findet jedoch sein jehes Ende, nachdem in der Presse laut wird, dass Hitler lebt.

Man sieht: Im Großen und Ganzen spiegelt der Film die Realität wieder. Einzelheiten, die nicht der Wahrheit entsprechen, hat Peter Steinbach im ‘Abendblatt’ aufgelistet.

Insgesamt ein guter Film, wie ich denke. Obwohl zwar jeder (deutsche) Kinobesucher das Ende bereits vor dem Film gekannt haben sollte, hat es der Regisseur geschafft, viel Spannung in den Film zu bekommen. Teilweise hofft man sogar auf das Gelingen des Attentats, obgleich man weiß, dass es scheitern wird. Das Ende des Films – die Hinrichtung der Mitwirkenden am Attentat – verdeutlicht auf emotionale Weise die Schwere der Verbrechen im dritten Reich. Der Film zeigt, wie Hitler jene im Bann hatte, die das Attentat scheitern ließen.

Der Kinobesuch lohnt sich.

Speak Your Mind