7. February 2012

Weihnachts Hocus-Pocus der SPD

Einige SPD-Mitglieder haben es sich recht einfach gemacht – Als Maßnahme gegen die Rezession soll jeder erwachsene Bürger Konsumgutscheine in Höhe von 500 Euro mit 200 Euro Eigenanteil erhalten, mit denen er dann auf Staatskosten einkaufen kann. Auf den ersten Blick hört sich das sicher gut an, für mich würden dabei zwar nur 250 Euro bei rausspringen, aber ein paar neue Computerspiele oder sogar ein neues Handy wären da sicher mit drin.

Abgesehen davon, dass der Spaß den Staat einige Miliarde Euro kosten würde, lassen sich viele weitere Unklarheiten finden – und die liegen vorallem in der praktischen Umsetzung. Denn wie werden die Gutscheine verteilt? Durchs Finanzamt, meinen die Befürworter. Aber kein Ladenbesitzer kann einen solchen Gutschein auf Echtheit hin überprüfen; ein Paradis für Fälscher und Betrüger.
Die nächste Frage die sich auftut: Wie kriege ich den Gutschein klein? Muss ich alles auf einen Schlag ausgeben? Wieder eine Benachteiligung für den Mann an der Currywurst-Bude, kaum jemand wird für 500 Euro heiße Fritten speisen.
Und noch was: Warum muss ein Oliver Kahn (oder ein anderer Profifußballer…) 500 Euro geschenkt bekommen? Und tut es Hartz IV Empfängern wirklich gut, über die eigenen Verhältnisse hinaus zu leben?

Insgesamt hört sich der Vorschlag sicher gut an, an der Umsetzung wird es meiner Meinung nach jedoch scheitern. Andere Konjungturprogramme sehen aber auch nicht unbedingt besser aus – Steuersenkungen sind aber immerhin einfacher umzusetzen.

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