29. August 2010

Kursfahrt nach Paris

Es geht rasant aufs Abitur zu. Die (wahrscheinlich und hoffentlich) letzte Klassenfahrt führte mich mit meinem Kurs in Frankreichs Hauptstadt Paris. An- und abgereist sind wir mit der Bahn: Erst mit dem ICE von Göttingen nach Karlsruhe, dann mit dem französischen Hochgeschwindigkeitszug TGV weiter nach Paris. Hier hat sich schnell gezeigt, dass der ICE dem TGV von der Innenausstattung her überlegen ist, die Steckdosen im TGV funktionierten nicht und das Design ist leider leicht veraltet.

Angekommen in Paris ging es mit der Metro weiter ins Hotel, das Grand Hotel De Turin im Montmartre-Viertel rund um die Basilika Sacré-Cœur. Ganz in der Nähe ist auch das Moulin Rouge, in den umliegenden Straßen befinden sich verschiedene Clubs, in denen man, wie einige feststellen mussten, eine Menge Geld los werden kann. :)

Paris - Basilika Sacré-Cœur
Basilika Sacré-Cœur

Paris
Von der Sacré Cœur hat man einen wunderbaren Blick auf Paris

Am ersten Tag haben wir uns Sehenswürdigkeiten im Westen der Stadt angesehen, darunter den Invalidendom und den Eifelturm. Aus Zeitmangel konnten wir leider nicht auf den Eifelturm steigen, da wir kurze Zeit später eine Bootsfahrt über die Seine gebucht hatten; ein Grund, noch mal nach Paris zu kommen.

Paris - Eifelturm bei Nacht
Eifelturm bei Nacht

Am zweiten Tag ging es in Richtung Osten: Notre-Dame und das weltbekannte Musée du Louvre standen auf dem Programm. Der Louvre konnte leider nur zwei Stunden besichtigt werden; ich bin mir sicher, dass man mindestens eine ganze Woche benötigt, um sich alles angesehen zu haben – so habe ich nur eine ägyptische Ausgrabungen und Exponate rund um Napoleon Bonaparte ansehen können. Ein weiterer Grund, noch einmal nach Paris zu reisen.

Paris - Louvre Museum
Das Musée du Louvre

Der dritte und letzte Tag führte uns in das Schloss Versailles. Via Audioguide konnten zu den einzelnen Räumen Informationen angehört werden, für die Gärten blieb leider keine Zeit. Dafür sind wir noch durch die Avenue des Champs-Élysées spaziert, einer bekannten Straße im Herzen Paris.

Paris - Schloss Versailles
Auf dem Weg zum Schloss Versailles

Fazit: Paris ist eine Reise wert. Es ist eine lebendige Stadt mit vielen sehenswerten Stellen und wer Kunst, Kultur und Geschichte etwas abfinden kann, wird auf seine Kosten kommen. Wie in jeder Stadt sollte man wenn es ums Essen geht einen großen Bogen um die Touristenbereiche machen, hier zahlt man gut und gerne mal 8 Euro für 50cl Cola und bekommt Baguettes vom Vortag. Die Metro ist etwas komplizierter als beispielsweise in London, hat man sich erst mal daran gewöhnt, kommt man aber gut von A nach B. Französischkenntnisse sind, wie ich feststellen musste, von Vorteil, für einige Tage kommt man aber auch mit Englisch gut über die Runden. Alles in allem bin ich sehr zuversichtlich, dass ich bald noch mal nach Paris reisen werde.

17. July 2010

Asus Eee PC 1001P

Seit bald zwei Monaten besitze ich den Asus Eee PC 1001P. Zu Hause arbeite ich ausschließlich mit dem iMac, sodass es nur ein günstiger PC für unterwegs sein sollte, ohne besondere Rechen- oder Grafikleistung. Da ich mit dem Mac sehr zufrieden bin, hatte ich zunächst an das weiße Macbook gedacht. Als ich es mir dann aber im Laden angesehen habe, musste ich feststellen, dass es für meine Zwecke viel zu groß und schwer und zudem auch noch vergleichsweise teuer ist. Das Macbook Air würde mir zwar von Aussehen, Gewicht und Größe sehr gut gefallen, bei der aktuellen Leistung (insbesondere der Akkuleistung) bin ich aber nicht bereit, einen solchen Preis zu zahlen. Vielleicht kommt ja mal irgendwann ein neues Macbook Air. Schließlich habe ich mich also in der übrigen PC-Welt umgesehen und bin auf die Eee-PCs gestoßen, die durchweg positiv bewertet wurden.

Letztendlich ist meine Entscheidung dann auf den Asus Eee PC 1001P gefallen. Das Gerät kommt mit einem Intel Atom Prozessor N450, 1GB DDR2 RAM (auf 2 GB aufrüstbar) und einem Intel NM10 Chip. Die 160 GB Festplatte stellt für unterwegs ausreichend Speicher zur Verfügung und das 10,1″ Display bietet zwar nicht die beste Auflösung, spiegelt dafür aber selbst bei Sonneneinstrahlung nicht.

Asus EEE PC 1001P

Für den Praxiseinsatz entscheidend ist natürlich die Batterieleistung, der Hersteller gibt sie mit bis zu 11 Stunden Akkulaufzeit an. Als ich vor Kurzem fünf Tage in Berlin verbrachte, habe ich folgendes feststellen können: Bei ständig aufrechter Internetverbindung über einen Webstick, voller Helle des Displays und normalen “Büroarbeiten” wie Surfen im Internet, Textverarbeitung oder E-Mails Bearbeiten kommt man auf eine Akkulaufzeit von ca. 8 1/2 Stunden – und das ist wirklich voll zufriedenstellend.

Im mobilen Einsatz hat mich der Asus Eee PC also überzeugen können. Einziges Manko, das sich aber natürlich nicht negativ auf das Gerät auswirkt, ist das Betriebssystem – seitdem ich zu Hause mit Mac OS X arbeite fällt es um so schwerer, sich unterwegs mit Windows herumschlagen zu müssen. Aber da ich das Netbook ohnehin nur gelegenlich (sprich auf Reisen oder ab und zu in der Schule) nutze, wird das schon klappen.

12. July 2010

Rückblick auf das WordCamp 2010

Nachdem ich letztes Jahr das WordCamp 2009 in Jena als mein erstes Barcamp besuchte, wollte ich auch dieses Jahr an der Veranstaltung rund um die OpenSource Software WordPress teilnehmen. Das WordCamp fand am Samstag, den 3. Juli im Betahaus in Berlin-Kreuzberg statt und war mit rund 200 Teilnehmern gut besucht.

Zur Location

Kreuzberg eilt nicht unbedingt ein guter Ruf voraus. Leider hat sich dieses Vorurteil im Zustand der Location bestätigt – das Betahaus ist in erster Linie eine berliner Altbaute, in der man wahrscheinlich schon zu Zeiten der Weimarer Republik gearbeitet oder gewohnt hat. Das kuriose an der ganzen Sache: Es scheint tatsächlich Menschen zu geben, die monatlich 129 Euro zahlen, um dort zu arbeiten. Inwieweit der Aufzug dem TÜV überhaupt bekannt ist möchte ich gar nicht erst hinterfragen. Fakt ist: Der Intershop-Tower in Jena war um Welten besser, hatte Tische und Stühle, eine gute Raumakustik und vor allem eine klasse Aussicht. ;-)

Zur Organisation

Wie schon im letzten Jahr kann man die Organisation des Camps nur loben – so gab es nicht nur kostenlose T-Shirts und andere Artikel, sondern auch eine kleine Verpflegung bestehend aus Snacks und Getränken. Besonders positiv finde ich, dass schon vor Beginn der Veranstaltung ein grober Session-Plan fertig war, sodass man zumindest schon mal überlegen konnte, was einen am meisten interessiert. Das klassische BarCamp-Prinzip, alle Sessions spontan zu planen, halte ich ohnehin für unnötig und ohne jeglichen Nutzen für die Teilnehmer.

WordCamp 2010 Berlin
Session: tempELA – eine Template Engine für Widgets und Plugins von Thomas Boley

Zu den Sessions

Ich habe an den Sessions Performance-Optimierung von (WordPress)-Websites von Vladimir Simovic, tempELA – eine Template Engine für Widgets und Plugins von Thomas Boley und WordPress als CMS – aber richtig? Arbeiten in der Cloud von Frank Bültge und Olaf Schmitz teilgenommen.
Die Session über Performance-Optimierung hat mir auf jeden Fall neue Denkanstöße gegeben, sodass ich mir das Buch High Performance Websites von Steve Souders gekauft habe, um das mitgenommene Wissen aus der Session zu ergänzen.
Das Prinzip eines Template-Systems für WordPress hört sich zwar interessant an, würde aber erst dann Sinn machen, wenn die “große Masse” ein solches System nutzt und es standardmäßig in WordPress integriert wäre – ich würde noch davor zurückschrecken, Themes zu entwickeln, die nur in Verbindung mit einem Plugin funktionieren.

Am abschließenden Public Viewing habe ich nicht mehr teilgenommen, sondern das Spiel auf dem Alexanderplatz verfolgt. Alles in allem muss ich sagen, dass mir das WordCamp in Jena zwar besser gefallen hat, inhaltlich jedoch auch dieses Jahr nichts zu bemängeln ist. Berlin ist auf jeden Fall eine schöne Stadt für solche Veranstaltunngen, dass es auch bessere Locations gibt, hat das Politcamp im Radialsystem V gezeigt. Ich für meinen Teil freue mich aufs nächste WordCamp, denn neue Denkanstöße zum Thema WordPress können nie schaden – vielleicht könnte man es dann ja auf zwei Tage legen, so würde sich für Externe die Anreise noch mehr lohnen und man könnte die Anzahl der Slots etwas reduzieren.

27. June 2010

Ferienplanung: Berlin, WordCamp, Abitur & Urlaub

Endlich sind die Sommerferien 2010 da – es werden wahrscheinlich meine letzten Sommerferien sein, wenn alles gut läuft, bin ich im nächsten Jahr mit der Schule fertig. Heute habe ich mal alle anfallenden Arbeiten und Ereignisse überschlagen und festgestellt, dass mir von den Ferien wahrscheinlich gerademal 10 Tage bleiben werden, in denen ich auch wirklich Urlaub mache.

  • Diese Woche gilt es einen wichtigen Auftrag für einen WebundSEO Kunden fertigzustellen, zum Glück ein WordPress Theme, sodass mir die Arbeit wenigstens auch noch ein bisschen Spaß macht und ich meinen Horizont in der Hinsicht erweitern kann.
  • Am Donnerstag den 1. Juli geht es dann früh morgens mit der Bahn nach Berlin. Dort werde ich eine Woche bleiben, mich mit einem Freund treffen und am Wochenende am WordCamp 2010 teilnehmen. Nein, Berlin kann man nicht als Urlaub verbuchen, dafür ist diese Stadt einfach zu anstrengend.
  • Danach geht es mit den Vorbereitungen fürs Abitur weiter. Viel Zeit bleibt nicht mehr und gerade für Politik (3. Prüfungsfach auf erhöhtem Niveau) gibt es noch viel aus den vergangenen zwei Semestern nachzubereiten, zu strukturieren und zu ordnen.
  • Außerdem muss ich mich nach einem Praktikum umsehen und mich näher mit dem Thema Studium beschäftigen. Mein Traum wäre ein Studium in London, das ist aber wegen der Lebenshaltungskosten nicht nur teuer, sondern man muss auch die Kriterien der Universitäten erfüllen – daher wird es die erste Aufgabe sein, einen passenden Studiengang zu finden.
  • Schließlich werde ich Ende Juli / Anfang August noch die Zeit für einen 5-tägigen Urlaub an der Nordsee finden. Und danach geht es heiter weiter ins 12. und damit letzte Schuljahr. :)

Wenn sich wenigstens das Wetter so hält wie heute, wären die Ferien gar nicht so schlecht und ich könnte wenigstens von der Terrasse aus arbeiten.

16. June 2010

Navigon Select & Tomtom Car Kit

Das iPhone macht es mit dem integrierten GPS möglich, Kartenapplikationen individuell auf den Standort des Nutzers zugeschnitten auszuführen. Somit sind auch Navigationslösungen mit dem iPhone möglich, da das GPS des iPhones aber auf Fußgänger zugeschnitten ist, macht ein GPS-Verstärker Sinn. Da ich seit dem 10. Juni Autofahren darf, habe ich mir die Navigon Select iPhone App zusammen mit dem Tomtom Car Kit angelegt. Einige Eindrücke.

Navigon Select App

Da ich mir das Tomtom Car Kit gekauft habe, mag sich so manch einer Fragen, warum die Wahl dann nicht auch zur Tomtom iPhone App fiel – laut den Bewertungen im AppStore sind ja beide nicht das gelbe vom Ei. Als Telekom-Kunde erhält man die Navigon App allerdings umsonst, spart also ca. 60 Euro und da sage ich natürlich nicht nein.
Die App bietet verschiedene Navigationsmöglichkeiten, die ich hier nicht alle extra aufzählen möchte, da sie im AppStore aufgelistet sind. Positiv ist mir allerdings die Funktion “Sonderziel suchen” aufgefallen: Sie ermöglicht, Ziele wie Tankstellen, Restaurants oder Parkplätze in der Nähe oder auf dem Weg zu finden.
Mit einigen Extras kann die App aufgewertet werden: So stehen in einem Premium Paket für 9,99 Euro (InApp-Kauf) eine 3D-Ansicht und eine Planfunktion für Routen zur Verfügung. Mit dem 19,99 Euro teuren 3D-Paket erhält man komplett dreidimensionale Landschaften, die meines Erachtens aber reichlich überflüssig sind, schließlich braucht man nur aus dem Fenster zu sehen. Interessant ist aber das 19,99 Euro Traffic LIVE Paket, das aktuelle Verkehrsinformationen läd und entsprechend der Verkehrslage die Route ändert. Das Sicherheits-Paket weist auf fest installierte Blitzgeräte und Geschwindigkeitsüberschreitungen hin; für 19,99 Euro kann man die Karten für ganz Europa freischalten (vorher nur Deutschland, Österreich und Schweiz) und mit dem nun wirklich überflüssigen Sound & Fun Paket werden für 9,99 Euro die Sprachansagen von Mandy auf Ostdeutsch vorgelesen.

Im Einsatz kann die App auf jeden Fall überzeugen. Ich bin sowohl normale Landstraßen, als auch Autobahn und Großstadt gefahren, das Navi führt einen souverän ans Ziel. Natürlich entbindet ein Navigationsgerät nicht vom Selberdenken und die Landkarte im Handschuhfach schadet nie, im Großen und Ganzen ist einem mit dieser App aber sehr geholfen. Sprachanweisungen kommen zum richtigen Zeitpunkt klar und deutlich, der Fahrspurenassistent tut seinen Dienst und das Kartenmaterial ist sehr aktuell (weiß ich, da ein Autobahnabschnitt bei uns in der Nähe erst vor wenigen Wochen beendet wurde und das Gerät ihn schon kennt).

Tomtom Car Kit

Das Tom Tom Car Kit ist in der Regel mit jeder Navigationssoftware des iPhone kompatibel, so auch mit Navigon. Zunächst muss es über den Zigarettenanzünder im Auto mit Strom versorgt werden, das iPhone wird sicher in die Halterung geklemmt. Mit einem Saugknopf kann die Halterung nun an die Windschutzscheibe angebracht werden, der Saugnapf lässt sich festdrehen, sodass die Halterung bombenfest an der Windschutzscheibe hält. Sie lässt sich in alle Richtungen neigen, um eine optimale Ansicht auf den Bildschirm zu erhalten. Bluetooth muss im iPhone aktiviert werden, da die GPS-Informationen via Bluetooth übermittelt werden. Automatisch werden auch alle Sprachausgaben durch den in der Halterung integrierten Lautsprecher ausgegeben, optional kann man das ganze auch mit dem Autoradio verbinden und dann so die Musiksammlung während der Fahrt auf den Autolautsprechern anhören.

Die Genauigkeit des übermittelten Signals ist sehr hoch. Biegt man an einer Kreuzung links ab, folgt das GPS in ca. einer halben Sekunde und aktualisiert die Karte gegebenenfalls. Wer also nach einer neuen Navigationslösung sucht, sollte das iPhone mit dem Tomtom Car Kit in Betracht ziehen – als Telekom-Kunde kann man einiges sparen und außerdem erhält man eine komfortable Freisprecheinrichtung sowie ein Autoladegerät für das iPhone.

13. June 2010

Führerschein bestanden

Ich hatte ja vor Kurzem gebloggt, dass ich mit dem Führerschein angefangen habe. Heute war praktische Prüfung (die Theorie hatte ich vor zwei Wochen schon bestanden), nach deren Bestehen ich nun in Begleitung meiner Eltern Auto fahren darf. Die Übungsstunden mit dem Fahrlehrer, Nacht-, Überland- und Autobahnfahrten haben sich also gelohnt.

Ich wurde am Donnerstagmorgen gegen 9 Uhr in Braunlage (Harz) geprüft, ich war der Dritte von einem Motorradfahrer und zwei weiteren Autofahrern. Zunächst musste ich ein bisschen durch die Stadt fahren, bis ich zu einer Straße kam, die ein Durchfahrtsverbot hatte. Also habe ich auf einem anliegenden Parkplatz gewendet und wurde von dem Prüfer kurz darauf hingewiesen, den Verkehr nicht durch übermäßig langsames Fahren zu behindern. Kein Problem, dachte ich, früher hatte mein Fahrlehrer immer bemängelt, ich würde zu schnell fahren. Dann sind wir aus der Ortschaft rausgefahren auf eine Bundesstraße, um dort einen Parkplatz zum Wenden zu suchen und wieder zurück nach Braunlage zu fahren. In der Stadt wieder angekommen, ging es ins Wohngebiet – Zone 30 wohlbemerkt. Rechts vor Links und ähnliche Späße hatten wir zum Glück ausreichend geübt, sodass die letzte Hürde nur noch das Einparken hinter einem Auto war. Mit einer kleinen Korrektur stand der Wagen aber optimal und ich konnte wieder zurück zum Ausgangspunkt der Prüfung fahren. Zuletzt wollte der Prüfer noch sehen, wie das Fahrzeug zum Parken abgestellt wird, dann hat er mir zur bestandenen Prüfung gratuliert. Erleichterung pur. :)

Wieder zu Hause ging es dann natürlich gleich auf die Straße, zum Glück war mein Vater da. Der entscheidende Unterschied lag aber erst mal im Motor: In der Fahrschule sind wir mit einem Diesel gefahren, jetzt ging es an einen Benziner. Das Anfahren funktionierte aber besser als gedacht und so konnte ich zum ersten Mal ohne Fahrlehrer durch die Stadt fahren. Klasse Gefühl, die aufwändige Fahrausbildung hat sich auf jeden Fall gelohnt.

Bis zum Juni 2011 darf ich nur in Begleitung meiner Eltern fahren. Zurzeit bin ich noch ganz froh darüber, gerade in Großstädten ist man von der komplizierten Verkehrsführung schnell überfordert und hat so immer noch mal jemanden dabei, der einem mit Rat und Tat zur Seite steht. Außerdem wird in dieser Zeit erst mal kein eigenes Auto benötigt, bleibt also noch ein Jahr, dafür eine optimale Lösung zu finden. Alles in allem kann ich das Begleitende Fahren ab 17 aber an jeden 16-Jährigen weiterempfehlen, der einen Führerschein machen möchte.

15. May 2010

Contaxe vs. Google AdSense

Als kleinen Nebenverdienst neben meiner Hauptätigkeit als Freelancer betreibe ich eine Reihe von kleineren Webprojekten, die für Suchmaschinen optimiert werden und dann über Werbeanzeigen ein wenig Geld einbringen. Zum Schalten von Anzeigen gibt es in Deutschland zwei große Anbieter: Google AdSense und Contaxe.

Hauptsächlich nutze ich Google AdSense. Als ich mein Konto im letzten Monat aber kündigen und wieder neu beantragen musste (lag an einem Wechsel der E-Mail Adresse), wollte ich Contaxe zur Überbrückung der Zeit ausprobieren – vielleicht würde es ja sogar so weit überzeugen, dass ich Google AdSense gar nicht mehr einsetze. Also habe ich mich registriert und die AdSense-Anzeigen gegen Contaxe-Anzeigen ausgetauscht.

Posititv bei Contaxe ist definitiv die Bedienbarkeit. Schon die Anmeldung ist nicht so aufwendig wie bei AdSense und die Benutzeroberfläche ist wirklich simple gestaltet. Man kann Channels einrichten, um die Statistiken bestimmter Anzeigen zu verfolgen und auch das Generieren von Werbeformaten ist sehr einfach gestaltet – es gibt normale Banner, den Highlighter und ein Format, das dem Benutzer bei der Eingabe eines Begriffs in ein Suchfeld bestimmte Produkte vorschlägt (Intelligent Search).

Zunächst scheint alles perfekt, von der Bedienbarkeit etwa wie der Umstieg von Windows zum Mac. Das Wichtigste sollte man jedoch nicht vergessen: Wie sieht es mit den Einnahmen aus? Hier kann Contaxe leider nur mäßig überzeugen. Was mich besonders wundert sind die vergleichsweise schlechten Klickzahlen: Trotz konstanten Besucherzahlen und dem gleichen Werbeformat (Banner, Large Rectangle, nur Textanzeigen) liegen die Klickzahlen bei einem Projekt bei Contaxe bei 12 und bei Google AdSense bei 72 (Durchschnittswerte für einen Tag). Vielleicht sind die Klickzahlen bei Mainstream-Themen besser, aber für Nieschenseiten scheint die Vielfältigkeit der Publisher bei Contaxe nicht groß genug zu sein. Zu den Einnahmen pro Klick kann ich leider nichts sagen, da diese bei AdSense zwischen 0,5 Cent und 9 Cent je nach Seite unterschiedlich sind.

Alles in allem ist Contaxe die Umsetzung einer nutzerfreundlichen Oberfläche zur Verwaltung und Konfiguration von Werbeanzeigen gelungen, nur eignet es sich nicht für alle Themenbereiche. Ob man Contaxe als Alternative zu Google AdSense also nutzen sollte, muss jeder für sich selbst ausprobieren.

5. May 2010

Google Street View und die Freiheit des Einzelnen

Zu Google Street View gibt es ja die unterschiedlichsten Meinungen: Die einen können scheinbar nicht genug davon bekommen, vom Wohnzimmer aus fremde Straßen und Gebäude zu erkunden, die anderen fühlen sich unwohl mit dem Gedanken, dass Menschen aus aller Welt bald das eigene Haus begutachten können sollen. Ich selbst habe Google Streetview bislang nur sehr selten und wenn, dann als Spielerei für zwischendurch genutzt; einmal zum Beispiel, um noch mal ein paar Straßen in London anzusehen, die ich auf meiner Reise besucht habe. Das ist schön und macht Spaß, rechtfertigt meines Erachtens aber nicht den ganzen Aufwand. Aber Google zahlts ja. :)

CeBIT 2010

Die Frage allerdings ist, ob eine Spielerei wie Google Street View so wichtig ist, dass sie das Wohlbefinden des Einzelnen einschränken darf. Google zeigte sich kooperativ und ermöglicht Mietern, Haus- und Autobesitzern, Widerspruch gegen die Veröffentlichung ihrer Objekte einzulegen, sodass diese bis zum Zeitpunkt der Verfügbarkeit von Google Streetview in Duetschland gelöscht werden (siehe auch heise online). Meiner Meinung nach eine optimale Lösung: Wer sein Haus aus welchen Gründen auch immer online finden möchte, lässt das Objekt einfach stehen und wer lieber nicht in Street View erscheinen möchte, lässt sein Objekt löschen. Jedem das seine.

Aber Internetausdrucker dürfen natürlich nicht siegen, so oder ähnlich muss Jens Best gedacht haben, als er – unter Berufung auf ein Gerichtsurteil aus dem Jahre 1989 – eine Aktion startete, die es sich zum Ziel setzt, jene Häuser nachträglich zu fotografieren und mit Geotags zu versehen, die der Aufnahme in Street View widersprochen haben. Ich denke, der erste Kommentator Daniel hat es sehr treffend formuliert:

Nicht alles, was nicht verboten ist, muss auch tatsaechlich gemacht werden. Nennt sich Anstand.

Die Intention ist reine Boshaftigkeit, wenn man bedenkt, dass die Widersprechenden kaum ohne Grund ihr Haus haben löschen lassen. Was an der ganzen Street View Diskussion so lustig ist: Die meisten, die Street View befürworten, haben gestern noch Flashmobs gegen Kameraüberwachung organisiert.
Dabei sind die Beweggründe, sein Haus aus Street View löschen zu lassen, durchaus nachvollziehbar: Das Problem wird häufig nicht im Foto selbst oder in den Geo-Daten selbst gesehen, sondern im Zusammenspiel dieser beiden Informationen. Die Tatsache, dass ein Fremder künftig mit wenigen Mausklicks erfahren kann, wo man wohnt und wie es dort aussieht, bereitet vielseits Unbehagen.

Ich persönlich habe nichts gegen Google Street View. Bei Menschen, die der Sache eher skeptisch gegenüberstehen, die Brechstange anzuwenden und sie mit aller Gewalt dazu zu zwingen, mit ihren Häusern in Street View aufzutauchen, ist jedoch grundlegend falsch. Es ist anmaßend und zu einem gewissen Grad sogar Fremdbestimmung, entscheiden zu wollen, dass es für alle Kritiker besser ist, an Street View teilzunehmen. Es mag den rechtlichen Rahmenbedingungen entsprechen, allerdings sollte das Grundgesetz immer unter dem Gesichtspunkt der Moral betrachtet werden, sonst kommt es seinem eigentlichen Zweck – Menschen das Zusammenleben zu erleichern – nicht mehr nach.

1. May 2010

Führerschein – ein Zwischenstand

Seit gut 2 Monaten bin ich jetzt mit der Ausbildung zum Führerschein beschäftigt. In zwei Wochen könnte ich die theoretische Prüfung machen und das Fahren klappt auch schon ganz gut. Für die Übungsstunden hat der Fahrlehrer die A-Klasse von Mercedes Benz, der Wagen eignet sich durch seine niedrige PS-Zahl sehr gut zum Fahrenlernen. Vor drei Wochen bin ich mit meinen Eltern mal auf einem Verkehrsübungsplatz gewesen und habe das Auto erst mal mehrmals abgewürgt, da es völlig anders anfährt: Während man den Benz problemlos ohne Gas nur mit der Kupplung anfahren kann, muss der Wagen meiner Eltern mit Gas angefahren werden, sonst geht er aus. War eine Erfahrung für sich uns insgeheim überlegte ich schon, mir später einen gebrauchten Benz anzuschaffen, aber das ist wohl alles nur eine Sache der Übung.

Für die praktische Ausbildung gibt es drei Sonderfahrten, die neben den Übungsstunden absolviert werden müssen: Überlandfahrten, Nachtfahrten und eine Autobahfahrt. Die Überlandfahrten habe ich fertig (quer durch den Harz) und gestern Nacht habe ich dann auch die Nachtfahrt abgeschlossen. Ehrlich gesagt hatte ich mir das Fahren in der Nacht schlimmer vorgestellt, es ging aber eigentlich ganz problemlos und bis auf einen Fuchs und einen Transporter im Gegenverkehr, der kurz auf die andere Fahrbahn kam, gab es keine besonderen Zwischenfälle.

Den Prüfungen stehe ich noch ganz gelassen gegenüber. Die Theorie ist eigentlich nur Auswendiglernen und meistens auch recht logisch, die Praxis werde ich in den kommenden Übungsstunden noch ausbauen, es fährt sich aber auch jetzt schon ganz gut. Ab und zu fahre ich zwar noch schneller als erlaubt, weil ich mich auf andere Dinge wie Seitenabstand, Schalten, Drehzahl, Sicherheitsabstand, Fußganger usw. konzentriere, aber mit der Zeit bekommt man sicher ein gewisses Gefühl dafür.

3. April 2010

PolitCamp 2010 in Berlin

Dieses Jahr fand zum zweiten Mal das PolitCamp in Berlin statt. Das BarCamp unter dem Motto Politik trifft Web 2.0 war am 20. und 21. März im Radialsystem V vorzufinden, Initiator war wie letztes Jahr Valentin Tomaschek.

BarCamps eignen sich gut, um deutsche Städte näher kennen zu lernen. Sie verbinden das Angenehme (Reisen in größere Städte) mit dem Nützlichen (Wissen, das auf BarCamps geteilt wird). So hatte ich mich dazu entschlossen, am PolitCamp teilzunehmen – ein Themenfokus, der für mich gar nicht so uninteressant ist, schließlich will ich in einem Jahr mein Abitur in Politik schreiben. Aus zeitlichen Gründen konnte ich zwar nur am Samstag dabei sein, trotzdem möchte ich kurz einige interessante Sessions vorstellen:

  • Igor Eidmann aus Russland hat erklärt, wie die Demokratie durch das Internet direkter werden kann. An einigen Stellen sicher sinnvoll, eine komplett direkte Demokratie halte ich jedoch für nicht umsetzbar – nicht jeder Bürger bringt zwangsläufig politisches Verständnis mit sich.
  • Christian Haller diskutierte die These Ideologie Datenschutz, die auch bei der aktuellen Debatte um den Datenschutz auf Facebook interessant sein dürfte
  • Melanie Unbekannt lud zur Diskussionsrunde ein, die klären sollte, wie Jugendliche zu politischem Interesse und politischer Aktivität motiviert werden können.

Alles in allem eine schöne Veranstaltung in netter Location und interessanten Ansätzen. Berlin war für ein paar Tage auch mal wieder schön, ist aber nach wie vor keine Stadt, in der ich mir ein Leben bzw. Studium vorstellen könnte. Das ganze Geld hat dort auch nicht alle Wunden geheilt…